IJsselmeer & Markermeer

Rund um die ehemalige Zuiderzee liegen zahlreiche Hafenstädtchen, die noch so authentisch sind, dass man das IJsselmeer getrost als größtes Freilichtmuseum der Welt bezeichnen könnte. Dieses Museum wäre ohne den belebenden Beitrag der 300 traditionellen Segelschiffe, die Tag für Tag von einem Hafen zum nächsten segeln, längst nicht so lebendig.

Viele Häfen sind recht klein und gegen Abend bis auf den letzten Platz mit Segellegenden gefüllt. Alles in allem ein alles andere als statisches Bild. Tagesgäste kommen in den Hafen, um zu sehen, wie hier manövriert, angelegt und abgemessen wird. Das geschieht mit einer Selbstverständlichkeit und Routine, wie man sie bei großen Segelveranstaltungen nur selten erlebt. Schließlich laufen die Schiffe jeden Tag wieder aus und steuern den nächsten Hafen an. So fühlt man sich wirklich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt – vor allem an Bord der Schiffe selbst.
In der Vor- und Nachsaison sind die Binnengewässer besonders reizvoll. Wenn es zu herbstlich ist, um auf die Nordsee hinauszufahren, kann man auf dem IJsselmeer, dem Markermeer und dem Wattenmeer oft noch recht unbeschwert segeln. Die Häfen liegen nicht weit auseinander, sodass man einen anlaufen kann, bevor die Kälte einem in die Knochen fährt.