Kanalinseln & Bretagne
Ein Segelrevier voller Herausforderungen. In der Bucht von Mont St. Michel beträgt der Tidenhub 15 Meter. Bei Cap de la Hague kann der Flutstrom bis zu 10 Knoten erreichen. Die Planung eines Segeltages beginnt stets mit dem Gezeitenatlas. Dann nehmen wir die detaillierte Seekarte zur Hand, denn der Schöpfer ist bei der Entstehung dieser wunderschönen Küsten mit Granit wahrlich nicht sparsam und nicht besonders sorgfältig umgegangen.
Die Kanalinseln liegen so dicht beieinander, dass man innerhalb einer Tide bequem von einer zur anderen segeln kann. Dann bleibt noch Zeit für einen Landgang. Da es nur wenige Häfen gibt, ankern wir oft und fahren mit dem Beiboot an Land. Die Inseln, von den Einheimischen jede für sich als die schönste der Welt bezeichnet, unterscheiden sich genug voneinander, sodass wir jeden Tag wieder gut gelaunt eine Wanderung unternehmen. Auch wenn eine Insel schon ziemlich dicht bebaut ist, ist die Küste oft noch wild und unberührt. Die Wikinger wussten es bereits: Am besten erkundet man die Gegend mit dem Schiff. Man möchte auch einmal länger als eine Tide segeln, und wenn man dann in der Nordbretagne angekommen ist, fällt sofort auf, wie intensiv man dort den Sommer genießt. Die Küste und besonders die kleinen französischen Inseln haben einen höheren Paradiesfaktor als die englischen, wo es am Strand etwas steifer zugeht.
Die Navigation wirkt anfangs mit den starken Strömungen und den vielen Felsen nervenaufreibend. Dabei ist sie ganz einfach – mit einer guten Karte, einem kleinen Lineal und ausreichender Sicht. Es gibt einige sehr spannende Routen, aber dafür muss man sich auf den Motor verlassen können. Ein Urlaub mit einem Traditionsschiff in diesem Revier ist für unsere Gäste ein guter Einstieg in die Inselwelt. Unser Schiff ist dort als Beitrag zu einem lebendigen historischen Bild ein gern gesehener Gast.

